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Bewegte Steine |
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Der Geo-Erlebnispfad Bewegte Steine ist ein etwa 5,5 km langer Rundwander- und Skulpturenweg im östlichen Rand des Brelinger Berges in der Wedemark, Niedersachsen (Deutschland). Das ProjektDie erste von elf Stationen des Projektes "Bewegte Steine - ein eiszeitlicher Erlebnispfad" wurde im Jahr 2008 erstellt und der Öffentlichkeit vorgestellt. Es war der Beitrag der Gemeinde Wedemark zum Aktionsjahr "Gartenregion 2009". SkulpturenAm Rundwanderweg vermitteln elf Skulpturen der Künstler Wolfgang Buntrock und Frank Nordiek (Atelier LandArt, Hannover), Matthias Lehmann (Dresden) und Carsten Schmidt (Hannover) die Entstehung des Brelinger Berges als eiszeitliche Endmoräne. An den Skulpturen kann zum Teil aktiv und spielerisch von Besuchern das Geschehen der Eiszeit in dieser Region nachempfunden werden. Der Rundweg kann vom Friedhof Oegenbostel, vom Friedhof Bennemühlen oder von der Markstraße in Brelingen aus betreten werden. Beginnt man die Begehung des Pfades im nördlich liegenden Oegenbostel und folgt ihm im Uhrzeigersinn, so entdeckt man nacheinander die Stationen mit folgenden Skulpturen:
Quelle: Wikipedia |
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Bewegte Stein - Der Geo-ErlebnispfadSeit vielen Jahren reifte in einigen Wedemärkern die Idee, die eiszeitliche Geologie des Brelinger Berges anhand eines Findlingsgartens zu präsentieren. Eine praktische Umsetzung scheiterte aus verschiedenen Gründen aber immer wieder. Jetzt wird der Geo-Erlebnispfad, entstanden zur Gartenregion 2009, von vielen Wedemärkern aber auch Auswärtigen genutzt. Neben der Vermittlung der wissenschaftlichen Inhalte ist es ein besonderes Anliegen dieses Konzeptes, den einzelnen Stationen des Erlebnispfades ein unverwechselbares künstlerisch-ästhetisches Design zu geben. Zu diesem Zweck werden die elf geplanten Stationen von Künstlern aus der Umgebung gestaltet und bieten so ein ganz besonderes geologisches Erlebnis. Der Titel des Erlebnispfads "Bewegte Steine" lag den Initiatoren nahe. Die Eisgletscher haben die Findlinge, die wir heute an vielen Stellen in der Wedemark sehen, aus Skandinavien hier her geschoben. Diesen Vorgang sollen die Besucher des Pfads an den Stationen nachempfinden können. Der Weg verläuft im Osten des Brelinger Berges. Man kann den Rundwanderweg von ca. 5,5 km Länge vom Friedhof Bennemühlen, vom Friedhof Oegenbostel oder von der Marktstraße in Brelingen aus begehen.Um den Pfad in seiner ganzen Länge zu begehen, beträgt die reine Gehzeit knapp zwei Stunden. Die bisher installierten Stationen Der Findlingsstapel: Im Findlingsstapel sind Beispiele für die vier Gesteinsklassen gestapelt, die zum Fühlen und Tasten einladen. So können alle Besucher kleine Unterschiede zwischen den Gesteinsarten feststellen. Eis-Würfel: Viele Steine in der Wedemark sind durch die Gletscher aus Skandinavien hier her geschoben worden. Einige steckten in meterdickem Eis und wurden erst nach einiger Zeit frei gelegt. Dies soll diese Station zeigen. Was bleibt übrig vom Stein: Während des "Transports" von Skandinavien in die Wedemark haben die großen Findlinge einiges von ihrer Größe verloren. Eine Stahlscheibe zeigt an dieser Station die vermutete Ursprungsgröße. Zum direkten Vergleich ist der Findling neben der Scheibe positioniert. Vielfalt der Steine: An dieser Station finden die Besucher in einer alten Baggerschaufel einige Steinproben, die sie nach ihrem Typ bestimmen können. Hilfe bekommen die Besucher durch Referenzsteine und Erklärungen. Fernrohr-Steine: Diese Steine sind der Länge nach durchbohrt und mit einem Fernrohr im Innern versehen. Das Fernroh weist in Richtung des jeweiligen Herkunftsorts der Steine hin. So bekommen die Besucher ein Gefühl für die Entfernung, die die Steine zurück gelegt haben. Windkanter: Windkanter sind eiszeitliche Geschiebe, die durch Wind und Sand geschliffen wurden. Die Besucher können hier mit Hilfe eines handbetriebenen Ventilators Sand über die Windkanter pusten und so den Entstehungsprozess nachvollziehen. Pollen: Mit dem Wechsel der Temperaturen von einer Eiszeit zu unserem heutigen gemäßigten Klima verändern sich auch die vorkommenden Pflanzenarten. Stark vergrößerte Pollen sollen dies unter einer Baumgruppe liegend verdeutlichen. Regelmäßig finden kompetente Führungen entlang des Geo-Erlebnispfads unter der Leitung der Geologin und Paläontologin Dr. Kerstin Athen statt. Die Führungen kosten 5 € für Erwachsene, für Kinder ab 13 Jahre 2 €. Für Familien mit Kindern gibt es auch spezielle Führungen mit der Geologin Kerstin Jacob. Alles Wichtige zum Geopfad finden Sie auch unter www.bewegte-steine.de Quelle: Homepage der Gemeinde Wedemark
Bewegte Steine |
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Wo ist denn jetzt Pippi Langstrumpf? Durch das Steinfernrohr am östlichen Waldrand der Brelinger Berge fällt der Blick Richtung Småland - der südschwedischen Heimat von Astrid Lindgrens Kinderfigur. Pippi ist wahrscheinlich verreist, jedenfalls ist sie nicht zu sehen. Småland liegt 600 Kilometer entfernt Richtung Nordosten. So weit lässt sich auch bei bester Sicht nicht schauen. Außerdem handelt es sich bei diesem Findling auf einem Stativ auch nicht um ein echtes Fernrohr. Es ist lediglich ein durchbohrter Gneis, bei dem im Visier die Ursprungsgegend und die Entfernung dahin angegeben sind. Das Verblüffende: Genau dieser Stein, durch den man in Richtung von dessen Heimat schaut, hat sich zur Saale-Eiszeit per Gletscher von dort auf den Weg nach Brelingen begeben. Nebenan stehen noch drei durchbohrte Findlinge auf Stativen. Wer da hindurchblickt, kann sehen, woher der Stein kommt. Mehr noch: Der Blick vom bis zu 95 Meter hohen Brelinger Berg fällt in die norddeutsche Tiefebene. Wir schauen also dorthin, von wo die Steine kamen. Die Landschaftskünstler Frank Nordiek, ein promovierter Geowissenschaftler, und Wolfgang Buntrock, ein Landschaftsarchitekt, haben auf ihrem eiszeitlichen Erlebnispfad, der sich als Rundweg fünf Kilometer lang zwischen Oegenbostel, Brelingen und Bennemühlen erstreckt, Geologie zum Anfassen zu bieten. Jederzeit zugänglich, kostenlos und ohne vorgegebene Reihenfolge sind die Objekte zu sehen, zu fühlen, zu schieben oder zu sortieren. Bei der Entwicklung der Stationen haben die Künstler an Erlebniszentren wie das Phaeno in Wolfsburg oder das Universum in Bremen gedacht. So verbinden sich hier am Brelinger Berg Landschaftserlebnis und Kunst in letztendlich zehn solcher Stationen zum Mitmachen oder Staunen und dem Verständnis für ein Stück Erdgeschichte, das 180.000 Jahre zurückliegt. Die Folgen aber, diese Findlinge, liegen heute den Menschen zu Füßen. Und viele wollen wissen, wie sie hierher gekommen sind. Geschiebekundler konnten bei einigen Steinen recht genau festgestellt, wo genau sie in Skandinavien losgeeist wurden. Am Steinstapel mit vier solchen Brocken stellt sich jeder Findling mit Art und Herkunft (soweit bekannt) vor. Damit sie nicht zumoosen, sind einige Stellen der Steine poliert worden. Wer da mit der Hand drüberfährt, bekommt einen Eindruck, welcher Stein grobkörnig oder glatt, porös oder kantig ist. Auf dem Weg zu den nächsten Stationen sind Wälder zum Spielen und Verstecken da, Blicke in die Sandgruben oder auf Felder eröffnen sich, auch verschiedene Baumgerüche lassen sich wahrnehmen. Plötzlich ist in einem Eichenhain die nächste Station zu sehen. Wer auf 20 Meter Schienen selbst mal einen Stein aus der Eiszeit schiebt, kann ermessen, was da für Kräfte herrschten - und wie schnell oder langsam das mit dem Steintransport ging. Ein langsamer Gletscher wuchs nur rund fünf Zentimeter am Tag, ein schneller machte dagegen 110 Meter. Auf der langen Reise im Eis oder unten drunter unter dem vielleicht zehn oder 100 Meter hohen Gletscher wurden die Steine immer kleiner. Wie die Steine auf dem langen Weg zerrieben und abgeschliffen wurden, verdeutlicht eine andere Station bei Bennemühlen. Quelle: Hannover.de |